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Blasphemie - Gotteslästerung © Uwe Wiest, 2014. 2019

Bodo Wartkes Lied: Aber nicht in meinem Namen
Bodo Wartke


Witze über Gott und Propheten, die Leugnung der Existenz Gottes, das Bezweifeln von Aussagen in sogenannten heiligen Büchern, das hat mit Gotteslästerung nichts zu tun. Der Allmächtige zuckt da nur mit seinen heiligen Schultern. Der steht da weit, weit drüber.
Gotteslästerung ist: Gott schlechte Eigenschaften zuzuschreiben, Gott als kleinkarierten, selbstverliebten, rachsüchtigen,  blutrünstigen Psychopathen  darzustellen, der sich bestimmte Propheten, Kirchenmänner, Mullahs, Regierungen hält, um sein hässliches Handwerk umzusetzen.
Gott wird verteufelt.
Auch das macht Gott nichts aus, aber es vergiftet das menschliche Zusammenleben.

Blasphemie     Der Menschenhass der Schrift-Götzendiener     Grundsätzlich: Begreifen


Blasphemie: Gotteslästerung ist: Gott hässliche Eigenschaften zuschreiben.

Die Orthodoxen, die uns weismachen wollen, dass Reden und Spott über Moses, Jesus, Mohammed, die Bibel, den Koran, Blasphemie ist, sind selber Blasphemiker. Denn:

Wie man in den heiligen Büchern nachlesen kann, stellen sie Gott als einen hoch neurotischen und despotischen Querulanten dar. Angeblich regt sich Gott über eine Frau auf, die eine Frucht nimmt und an ihren Mann weitergibt.  Strafrechlich ist das maximal Mundraub. Dieser Gott bekommt einen  infernalischen Wutanfall und schmeißt die Leute aus dem Paradies und erfindet die besonders schmerzhafte Geburt, um die Frau zu strafen. Er hängt den Menschen deswegen die Erbsünde an. Er ersäuft und verbrennt Leute, die ihn oder seine Anweisungen nicht akzeptieren, hetzt zum Völkermord auf. Er testet Gläubige wie Hiob mit den übelsten Verfolgungen. Er lässt seinen Messias ("das Lamm") zu Tode foltern, als Geschenk an die Menschen, um zu zeigen, dass er sich mit den Menschen versöhnen möchte, und verkündet ein mörderisches Rachegericht für das Ende aller Tage. Und ewige sadistische Höllenqualen für die Ungläubigen.

Mal in die Suchmaschine eingeben: Höllenstrafen - Islam. oder - Christentum:

Von Gott gewollter Hass. Sadismus pur. Sorgfältig detailliert ausgemalte Gemeinheiten für die sogenannten Ungläubigen.

Was ist das, wenn man Gott, dem Allmächtigen, solche abartigen, abscheulichen Eigenschaften zuschreibt?

Liebe Leute, DAS ist Gotteslästerung. 

Wir kirchlich Erzogenen und Emotionalisierten nehmen kaum noch wahr, was das für eine Diffamierung und Beleidigung des Allmächtigen ist, ihn (oder sie) so darzustellen.

Wie kommen die Religionen dazu, so etwas zu phantasieren? Nun, sie behaupten, Gott hat die Menschen als sein Ebenbild geschaffen. Das heißt, die Menschen sind rachsüchtig, machtgierig, blutrünstig, jähzornig, und wenn sie Ebenbild Gottes sind, dann muss der Gott natürlich auch so sein, nur viel mächtiger.

Wahr ist hingegen: Gott hat einen sinnvollen Plan, der für Menschen schwer zu erkennen ist. Gott ist komplett anders als die Menschen. Wie man heute so sagt: Gott spielt in einer ganz anderen Liga. Gott hat Zeit. Weil Gott ewig ist. Gott ist nicht mit den Juden, nicht mit den Spaniern, nicht mit den Deutschen, nicht mit den Russen, ach ja, ich vergaß, nicht mit dem Vatikan und anderen kirchlichen Organisationen, nicht mit den verschiedenen Varianten des Islam. Gott sieht sich das alles an und wartet darauf, dass die Menschen -vielleicht- etwas aus ihren Gaben machen, was vorzeigbar ist.

Und wenn die Menschen das nicht gebacken kriegen, wenn sie ihren Planeten und sich selbst kaputt machen, weil sie reich und einflussreich sein wollen, - dann wendet Gott sich ab. Weil Gott Schöpfer ist. Er schafft über die Evolution. Die Evolution ist sein Prinzip, nicht den Menschen aus Erde formen, in einer Art göttlicher Werkstatt. Nur Wesen, die sich positiv weiter entwickeln, haben Zukunft. Gott hat bestimmt mehrere Eisen im Feuer. Wenn die Menschen nicht weiter kommen, gut, woanders gibt es bestimmt Lebewesen, die es besser machen. Irgendwo im unermesslich großen Universum mit seinen Milliarden Himmelskörpern.

Es wird kein Jüngstes Gericht geben. Wenn die Menschen ihre Chance nicht nutzen, werden sie die Erde zu einer physischen und moralischen Jauchegrube machen und in ihrem eigenen Gestank und in ihrem selbst geschaffenen Elend zugrunde gehen.

Wo kommt das mit der Blasphemie eigentlich her? Kann man den universalen Gott beleidigen? Wie soll das gehen? Würden wir uns von einem Kartoffelkäfer beleidigen lassen? Wir sind gegenüber Gott nicht satisfaktionsfähig. Platt gesagt: Beleidigungen durch Menschen gehen ihm an seinem heiligen Arsch vorbei.

Also: Menschen einsperren, foltern, hinrichten lassen, weil sie die Religion beleidigt haben sollen, das ist schlicht und ergreifend verbrecherisch. Das hat mit dem Allmächtigen nichts, aber auch gar nichts zu tun. Man kann heilige Bücher, in denen sehr viel Unheiliges steht, oder Propheten und Gottessöhne, die durch einen extremen Hang zur Selbstdarstellung auffielen und die längst tot sind - ach ich vergaß, die sind gen Himmel gefahren - nicht beleidigen. Nur die Leute und Institutionen, die einem ihre Vorstellungen aufdrängen wollen und mit friedlichen Mitteln nicht überzeugen.

Die allmächtige immer da gewesene Gottheit interessiert das nicht. Die wartet in Ruhe ab, ob wir endlich kapieren, worum es geht. Und wenn nicht: vielleicht buddelt zehn Millionen Jahre später einer ein Kruzifix aus und versteht nicht, was das sein soll.

Der Menschenhass der Schrift-Götzen-Diener.

Variante: Christen

Christen, die an die Bibel als Gottes Wort glauben, ohne jede Gewichtung des dort Gesagten, was sind das für Menschen? Entweder lesen sie die Bibel nicht, oder sie haben einen eingebauten Wahrnehmungs- und Denk-Filter, der sie bestimmte Bibelstellen oder auch ganze Bücher ausblenden lässt, oder

Das Neue Testament, eine Botschaft des Friedens und der Liebe? Wie finden Sie das hier?

2. Thessalonicher 1, 6-9: „Gott zeigt sich als gerechter Gott: Euer Leiden wird ein Ende haben und er wird eure Unterdrücker bestrafen. Wir werden noch erleben können, wie sich der Herr Jesus am Himmel mit aller Macht in loderndem Feuer zeigen wird. Dann wird er es den Ungläubigen heimzahlen, die das Evangelium unseres Herrn Jesus nicht angenommen haben. Sie werden mit ewiger Qual bestraft. Sie werden gottlos leben müssen, ausgeschlossen von der Macht und Herrlichkeit Gottes.“

Die Offenbarung des Johannes: unverblümter Hass und die übelsten sadistischen Phantasien, gegen die Ungläubigen gerichtet. Ungläubig sind alle, die sich nicht klar zum christlichen Gott Jesus bekennen!

Kapitel 17 bis 20, schön sorgfältig und mit offenem Verstand lesen. Das sind die Wunschphantasien, was mit denen, die sich nicht klar zum christlichen Glauben bekennen, geschehen soll. Reiner Sadismus. Interessant ist auch die Wut über die Kaufleute im Kapitel 18.

Das bibelgläubige Christentum bezieht seine Demut und Friedfertigkeit aus Rachephantasien und -gelüsten, die, wenn sie nicht selber umgesetzt, so doch vom Gott in der Zukunft und am Ende aller Tage erwartet werden. Wen wundert es da, dass in der christlichen Geschichte Folter und Mord an sogenannten Heiden und Ketzern als gerecht empfunden wurde?

Vor Menschen, die diese Aussagen in der Bibel auch heute noch als Gottes Wort betrachten, muss man auf der Hut sein!

Weiterführend: Renè Lohner: Bibelzitate.

Der Psychologe Franz Buggle hat sich ausführlich mit den einschlägigen Bibelzitaten befasst.

Variante: Moslems

Zitate aus dem Heiligen Buch des Islam, dem Koran (wortwörtlich von Gott diktiert!)

Das ist die mentale Hassorgie gegen die, die sich dem Islam nicht anschließen mögen oder ihn gar verlassen möchten. Eine Quelle für die Motivation zu Mord, Totschlag und Verwüstung. Psychoterror, zum Beispiel gegen Mädchen und Frauen, indem Geistliche und andere Religionsvertreter, zum Beispiel sogenannte islamische Gelehrte,  mit der Hölle drohen.

Der Islam ist meines Wissens die einzige Religion, dessen Vertreter Mordbefehle gegen Schriftsteller und ideologische Abweichler ausstoßen, so dass die Opfer zeitlebens unter Polizeischutz leben müssen. Der offene Austritt aus der Islam-Gemeinschaft wird in mehreren muslimisch geprägten Ländern mit der Todesstrafe geahndet.

Das ist deshalb besonders erschreckend, weil die Moslems glauben, der Koran sei von der ersten bis zur letzten Sure das direkte Wort Gottes, vermittelt durch den Propheten. Das wiederum bedeutet logischer Weise, dass alle anderen religiösen und weltanschaulichen Sichtweisen per se intolerabel falsch sind, gegen Gottes ausdrückliches Wort verstoßen. Jede Erkenntnis, auch und gerade wissenschaftlicher und philosophischer Art, steht im Wert unterhalb des Korans und muss sich den Aussagen des Korans anpassen. Und zwar dem Koranverständnis der Islam-Richtung soundso. Giordano Brudello gibt übrigens eine schlüssige Argumentationshilfe, wenn Moslems kühn und unzutreffend behaupten, ihre Religion sei eine Religion des Friedens.

Machen Sie den Test:

Fragen Sie Ihren lieben Pfarrer oder liebe streng gläubige Christen, was sie über das jüngste Gericht und die Qualen der Hölle glauben. 

Fragen Sie Menschen, die sich zum Islam bekennen. was sie über das jüngste Gericht und die Qualen der Hölle glauben.

Fragen Sie, ob Sie als Person, die sich nicht zur Bibel oder zum Koran bekennt und die religiösen Dogmen nicht glaubt, nach dem Tode, nach dem jüngsten Gericht, entweder ewig gefoltert oder in der Hölle bis zur Auslöschung verbrannt werden.

Wenn Sie eine gute Antwort bekommen, schicken Sie sie mir gern zu. 

Begreifen

Der Mensch lernt in den ersten Lebensjahren, die Welt zu begreifen, in der sich die Menschen bewegen. Die Menschen begreifen das, was ihr Nervensystem in Kombinationen mit den Sinnesorganen zulässt.

Der Säugling erkennt sehr schnell Gesichter. Sein Mund dient zur Nahrungsaufnahme und als erstes wichtigstes Tastinstrument. Er nimmt alles in den Mund, um es zu erkunden. Später entdeckt er die Möglichkeiten seiner Hände. Alles wird angefasst, geprüft, ertastet.

Das ist das ursprüngliche Begreifen.

Bald lernt er, dass bestimmte Lautgestalten zu Gegenständen zugeordnet werden können. Nicht nur zu Gegenständen, auch Zustände, zum Beispiel Gefühle, werden lautlich zugeordnet und ausgedrückt. So lernt das Kind, auch die Sprache, das sprachliche Denken, zum Begreifen zu nutzen.

Der ausgewachsene Mensch begreift nicht mehr alles (!). Er glaubt zu wissen, wie sich Gegenstände, die er nicht anfassen kann, weil sie zu weit weg sind und sonst für ihn nicht zu erreichen sind, anfühlen. Durch Beobachtung lernt er auch, abstraktere Komplexe, die einen Namen haben, so zu verstehen, also im übertragenen Sinne zu begreifen, so dass er sich mit anderen Menschen austauschen kann. Stadt, Angst, Glück, Wald, Gefahr, Träume, Ziele, Telefon usw. Wir assoziieren mit solchen Begriffen (da ist es wieder) Bilder, Gefühle, Gedanken.

Ein solches Begreifen im übertragenen Sinne erleichtert die Kommunikation ungemein. Wir könnten uns sonst gar nicht unterhalten, wir müssten immer wieder ganz von vorn anfangen.

Dabei vergessen die Menschen, dass sie ohne die gelernten Begriffe die Welt gar nicht erkennen könnten. Wenn ich einen Stuhl ansehe oder einen Nagel, dann sehe ich sofort einen Stuhl und einen Nagel. Ich verbinde damit nicht nur einen Gegenstand, sondern auch dessen Verwendungszweck. Das geht vollautomatisch.

Die menschliche Welt erkennen wir nur in den seltensten Fällen durch Begreifen im Sinne von Anfassen oder in-den-Mund-Nehmen. Wir erkennen sie, weil wir uns mit den anderen Menschen geeinigt haben, die Welt so zu sehen.

Gibt es unabhängig von diesen Einigungen eine reale Welt? Wie soll man diese Frage entscheiden? Wir können ohne unsere Körperfunktionen nichts wahrnehmen. Für uns gibt es nur die eine, die menschliche Welt.

Wir wissen mittlerweile durch unsere wahrnehmungs-erweiternden Hilfmittel, dass Tiere manches wahrnehmen können, was die Menschen nicht sehen. Und umgekehrt. Mit diesen Mitteln haben wir allerdings eine einzigartige Leistung vollbracht: unseren Wahrnehmungsrahmen erheblich zu erweitern. Wir haben Unbegreifliches zwar nicht begreifbar, so doch nachweisbar gemacht.

Wir können natürlich die Erfahrung machen, dass es jedes Mal ohne Ausnahme, weh tut, sich auf einen Nagel zu setzen oder eine heiße Bratpfanne anzufassen. „heiß“ oder „spitz“ schützt uns vor Verletzungen. In diesem Falle haben wir ja die Möglichkeit, eine richtige Sinneserfahrung zu machen und den Begriff zu bestätigen. Für viele Dinge gilt das aber nicht, die wir ebenfalls selbstverständlich finden. Diese Dinge überwiegen. Wir hören von Ländern, die wir nie besucht haben, Planeten, die wir nie gesehen haben, wir lesen von Menschen, die längst tot sind, die wir nicht mehr begucken und anfassen können. Die Physiker erzählen uns von Atomen und Wellen und Quanten, die Astronomen von Schwarzen Löchern. Durch Mikroskope und Nano-Mikroskope, Fernrohre, Spektralanalysen, Radioteleskope, verschiedenartige Experimente, durch die Analyse von Gesteinsproben und Fossilien, durch mathematische Berechnungen, durch ein Fahrzeug auf dem Mars, erweitern wir unsere Möglichkeit, die Welt zu begreifen. Theorien und Experimente wechseln sich ab. Doch je wahrnehmungsfremder die Erkenntnisse sind, desto mehr sprechen wir in Gleichnissen, weil die Sprache nichts anderes kann. Wir stellen den Bezug zu unserem alltäglichen Menschenraum her.

Nehmen wir die Schwarzen Löcher. Was ist ein Loch? Ein Loch ist etwas umgrenzt Fehlendes. In der Socke oder anderen Textilien. In der Straße. Im Topf. Kann der Weltraum ein Loch haben? Nun, die Astronomen wissen was gemeint ist, sie haben sich darauf geeinigt, gewisse Phänomene so zu benennen, und sie können sich darüber unterhalten, ohne sich diese Phänomene stets aufs Neue zu erklären.

Nach dem Stand der heutigen Wissenschaft gilt vieles als geklärt, was wir nicht mehr begreifen können.

Allerdings haben wir Standards in den Wissenschaften. Konzepte und Erklärungen sollen einfach sein, mit wenigen Zusatzannahmen auskommen. Sie sollen für alle, die das wollen, nachvollziehbar sein. Darum wird immer wieder gerungen.

Sprung.

Was ist mit Gott?

Existiert Gott? Viele Menschen haben sich darauf geeinigt, dass es Gott gibt. Weniger, aber immer noch sehr viele, haben sich darauf geeinigt, dass Gott bestimmte Eigenschaften hat, eine Heilsgeschichte, dass er Mittlern heilige Bücher diktiert hat. Heilige Bücher, deren Inhalt man nicht anzweifeln darf, weil das Gott beleidigt. Persönliche Götter wollen zudem gelobt und umschmeichelt werden. Dafür haben ihre Mittler Rituale vorgeschrieben. Wenn Gott genügend gelobt wird, ist er – unter Umständen - bereit, freundlich zu seinen Gläubigen zu sein. Wenn nicht, kann er ausgesprochen sauer werden.

Aus der Lernpsychologie wissen wir: Verhalten, das gelegentlich mit einer positiven Konsequenz beantwortet wird, meistens aber nicht, tritt wesentlich häufiger auf als bei regelmäßiger Belohnung. Dadurch ist der Mensch anfällig für zufällige positive Wirkungen seines Handelns. Das ist ein starker Motor für Gebete und Lobpreisungen.

Es würde die allerdings Angelegenheit der Anerkennung Gottes durch alle Menschen erheblich erleichtern, wenn die Wirkung Gottes klar auf der Hand läge, sozusagen ein Gott zum Anfassen, ein sichtbarer, ein begreifbarer, erreichbarer  Gott, Der sichtbar agiert und reagiert. Der Wirkung zeigt, eindeutig, nicht nur in den Phantasien von Gläubigen. Wie der Nagel oder die heiße Bratpfanne. Das ist nicht der Fall. Wie für vieles gibt es dafür im neuen Testament eine Anweisung. „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Je mehr wischiwaschi, desto edler.

Weil Gott sich offenbar nicht einmischt, fühlen sich Religionsträger und sogenannte christliche oder islamische Regierungen zu Verbrechen ermutigt und sich darin bestätigt. Militärisches Marodieren in anderen Ländern? Folter, Verbrennen von sogenannten Häretikern oder Hexen? Gott lässt das zu, und die heiligen Verbrecher fühlen sich bestätigt. Daher kommt die Rechtfertigung der Adligen: "Von Gottes Gnaden". Auf dem Umlauf deutsch-kaiserlicher Münzen steht: "Gott mit uns."

So beschreiben Menschengruppen diese Dinge unterschiedlich und zum Teil miteinander nicht vereinbar. Dadurch existieren mehrere Götter, die jeder für sich den Alleinvertretungsanspruch haben. Das bedeutet aber, dass die Gläubigen um die Existenz ihrer Götter kämpfen müssen. Dieser Kampf wird, so steht es in den Heiligen Büchern, außerdem bis an das Ende aller Tage fortgesetzt und dort vollendet: Jüngstes Gericht, Feuriger Pfuhl, in dem die Ungläubigen umkommen oder in Ewigkeit gequält werden. Denn um die Existenz eines Gottes zu bewahren, muss Druck aufgebaut, die Zahl der Gläubigen vermehrt, und der Ungläubigen vermindert werden. Koste es was es wolle. Das ist das Hauptziel der Religionen. Nicht der Frieden oder die Achtung aller Menschen. Man darf sich das auf der Zunge zergehen lassen: die Ungläubigen: das sind wir, die eine bestimmte Glaubensrichtung nicht anerkennen. Uns folgen die guten/bösen Wünsche der Rechtgläubigen auf Schritt und Tritt bis zum jüngsten Tag.

Das Konzept Gott ist ein schwaches Konzept, und das ist leider überhaupt kein Vorteil. Ich begreife das nicht.

Gott ist allmächtig, allwissend, allweise. Gott steht über allem menschlichen Kleinkram. Gott können wir nur minimal erkennen, unsere Propheten sind zu einem Prozent vom Geist Gottes erfüllt, der Rest ist zutiefst menschlich, oft kleinkariert - und teilweise sadistisch.