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Medien-Nutzung

Umgang mit "Sendern" und  Verarbeitung beim "Empfänger".
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Mediengebrauch bedeutet erst einmal input (Was kommt herein?).

Es ist die große Leistung der Zivilisation, sehr viel Input möglich zu machen.

Zuerst: Erzähler: jemand erzählt anderen etwas. Geschichten, Erlebnisse Meinungen.

Dann: Schrift, Noten. Inputquellen bleiben zugänglich, auch wenn kein Erzähler anwesend ist oder wenn Erzähler nicht mehr leben.
Musik kann reproduziert werden, weil Musik sich verschriftlichen lässt.

Dann: visuelle und auditive Aufzeichnungen. Bilder, Fotos, Filme, Schallplatten, Kassetten und andere Tonträger.
Bearbeitete menschliche Wirklichkeit, mehr oder weniger nahe am Ursprungs-Objekt.
Zugänglichkeit von Input: Schriftstücke, Bücher: muss man erwerben. Sie sind physisch greifbar und gehören einem.
Dasselbe gilt zunächst mal für Bild- und Tonträger.

Internet, Online: Datenträger werden nicht mehr oder nicht mehr nur individuell gespeichert und besessen.
Wenn sie offline verfügbar sind, gehören sie einem, online sind sie unter Kontrolle von Plattformen.

Schriftgut, Musik, Filme (ganze Filme, vermehrt Videos, Trailer usw.) werden extern gespeichert, sind zum teil kostenlos, werden zum Teil erworben,
aber eben nicht gegenständlich beim Besitzer/bei der Besitzerin.

Sie sind leicht aufrufbar und können massenhaft weitergegeben werden.

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Daraus ergeben sich ganz andere Möglichkeiten, viele Menschen teilhaben zu lassen und zu beeinflussen.
Informationen haben eine ganz andere Reichweite, es ist möglich, zu überprüfen, wer wie häufig was aufruft.

Wer entsprechende Plattformen und Rechte hat, kann auch inhaltlich ganz anders beeinflussen.

Um diesen Einfluss zu optimieren, werden Informationen so gestaltet, dass sie Verbraucher zu Mehrnutzung reizen.

Das Stimulieren wird wichtiger als der Inhalt.

Verlierer: Printmedien, Parlamente, jede Form körperlicher Begegnung. Echte Begegnungen -  und Bilder, Videos werden nicht mehr unterschieden.
Echte Begegnungen werden sogar vergleichsweise langweilig.

Gruppenbildungen entstehen leichter. Sektenartige Gruppierungen haben viel schneller Zulauf.
Hetze, Mobbing, Verunglimpfung verlässt die Kleingruppenebene („Stammtisch“
) und wird öffentlich. Shitstorm.

Es wird viel schwerer, echte Information und Fälschungen zu unterscheiden.

Also: Fälschungen – andere für dumm verkaufen, das gab es schon immer.
Maler haben schon immer Dinge dargestellt, die sie nie gesehen haben, da es ja auch keine Kameras gab.

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Folgen für das Individuum:


Für den modernen Menschen heißt das: den Input quantitativ (die Menge) und qualitativ (den Inhalt) begrenzen und hinterfragen.

Konsequenz

1. Bei jeder Info aus dem Internet, aus Radio, Fernsehen, Printmedien:
Vor allem, was haben die Absendenden für Absichten? Das gilt für alles, nicht nur für Informationen aus den sogenannten extremen Flügeln.

2. Die Menge der Informationen begrenzen. Die tägliche Aufnahmezeit!
Nicht etwa: Hurra, ich bin 1000 Kilometer von zu Hause weg und kann auf alle Informationen in Echtzeit zurückgreifen.

Die Nachrichten laufen einem nicht weg. Siehe Irankrieg. Die Gruppe auch nicht. Das muss man aber zulassen!

Input beeinflusst den Output. Jede und jeder verarbeitet den Input anders. Manche radikalisieren sich.

Jeder Organismus reagiert konform, zeigt aber auch individuelle Schlüsse.

Man ist ja kein Eimer, bei dem aller Input hineinfällt. Man stellt seinen Eimer auch gern da hin, wo der Input zum Bisherigen passt!

Wenn man also Verantwortung für den Output übernehmen will, muss man also reflektieren,
wie viel und was man in sich hereinlässt. Und wie man das einschätzt, was man da hineinlässt.

Verstärkt man in einem das Gute, Soziale odeer das Böse, Menschenfeindliche?


Nur die Kinder und Jugendlichen?

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Die Erwachsenen, die Älteren, benehmen sich genauso wie die Jungen, und sie reflektieren das Gesehene und Gelesene auch nicht mehr.

Merke: was man bei anderen sieht, bewertet man leicht kritischer als bei sich selbst!

Konsequenterweise sollte man nur die über eine Begrenzung der Nutzung von Smartphones entscheiden lassen,
derer Nutzungszeit selber unter den kritisierten Werten liegt.

Wie sollen Kinder und Jugendliche sich disziplinieren, wenn Eltern
ihre Babies nicht beachten und stattdessen ins Smartphones blicken?
es bei den Mahlzeiten, bei Restaurant-Besuchen benutzen, und damit zeigen, das ist interessanter und wichtiger als die direkte Begegnung mit Anwesenden?