Schulmotivation und Schulabneigung

Der Fragebogen

Ergebnistabelle

Es gibt eine Reihe von Anzeichen und Vorbedingungen, die das Auftreten von Unterrichts- und Schulvermeidung durch Kinder und Jugendliche begünstigen.

Es gibt natürlich auch Anzeichen dafür, dass das Kind ein stabiles Schulbesuchs-Verhalten entwickelt und aufrecht erhält.

Benutzen Sie diesen Fragebogen als Interview, zum Beispiel wenn Sie psychologische oder sozialpädagogische Beraterin sind1

Zählen sie Ihre Antworten auf die weißen und die blauen Fragen getrennt aus. Ja- und Nein-Antworten. HIER


Der Fragebogen

Ja

Nein

1

Ist Ihr Kind seit dem Eintritt in die Schule ernster, mutloser geworden?

2

Hat es an Dingen keinen Spaß mehr, die es vorher gut konnte?

3

Hat es Probleme in der Schule gehabt und schweigt sich jetzt darüber aus?

4

Spricht es nie erfreut über Lehrer und Mitschüler, oder über angenehme, lustige Begebenheiten?

5

Zeigt es häufiger, dass es die Lehrerin, den Lehrer oder mehrere Lehrer persönlich schätzt?

6

Biegt es Gespräche über die Schule immer sofort ab?

7

Zeigt es Ihnen spontan Klassenarbeiten oder Tests?

8

Verbringt mindestens ein Elternteil morgens mit ihm die Zeit vor dem Schulbesuch?

9

Verabschiedet ein Elternteil das Kind, wenn es zur Schule geht?

10

Geht das Kind fröhlich und entspannt zur Schule?

11

Erzählt das Kind über kleine Sorgen und Probleme, die in der Schule auftreten?

12

Kann das Kind morgens nichts essen, obwohl Zeit dazu wäre?

13

Zeigt das Kind morgens vor der Schule über längere Zeit Anzeichen von Unwohlsein (Magenbeschwerden, Übelkeit)?

14

Klagt das Kind häufiger über Kopfschmerzen?

15

Ist das Kind überwiegend mit Kindern zusammen, die ihre schulischen Pflichten ernst nehmen?

16

Hat das Kind einen eigenen Arbeitsplatz in der Wohnung und nimmt es diesen auch an?

17

Neigt es dazu, Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, indem es zum Beispiel Probleme verschweigt, bis die Angelegenheit „auffliegt“?

18

Kontrolliert ein Elternteil die Hausaufgaben zumindest stichprobenweise und lobt das Kind?

19

Ist mindestens ein Elternteil über die Situation des Kindes in der Schule „auf dem Laufenden“?

20

Wehrt das Kind alle Beschäftigungen ab, die auch nur entfernt etwas mit der Schule zu tun haben (zum Beispiel Lesen)?

21

Denkt das Kind selbständig an seine Termine und Verabredungen?

22

Gibt es Geschwister, die über längere Zeiten den Unterrichts- oder Schulbesuch vermeiden?

23

Sind die Eltern in der Regel Vorbilder für das Einhalten von Verpflichtungen?

24

Weiß das Kind, die oder der Jugendliche, dass die Mutter, der Vater, die Eltern die Konsequenzen von Unterrichts- und Schulvermeidung nicht mittragen (zum Beispiel im Nachhinein keine unwahren Entschuldigungen schreiben)?

25

Gibt es in der Familie wegen der Schule häufig Streit?

26

Hat es das Gefühl, dass die Eltern sich die Zeit nehmen, das Kind bei Schulschwierigkeiten zu unterstützen?

27

Hören sich die Eltern die Sorgen des Kindes an?

28

Gibt es einen verlässlichen Kontakt zwischen Lehrern und Eltern, so dass die Eltern umgehend erfahren, wenn ihr Kind unentschuldigt fehlt?

29

Äußern sich Elternteile skeptisch über den Sinn des Schulbesuchs überhaupt?

30

Ist das Kind die einzige Person in der Familie, die regelmäßig das Haus verlässt, um einer Tätigkeit nachzugehen?

31

Muss das Kind häufiger zu Hause bleiben, um Verpflichtungen in der Familie zu übernehmen?

32

Quält sich das Kind mit Gedanken über die Schule?

33

Unterstützen Eltern ihr Kind maßvoll, wenn es Probleme mit Lehrerinnen oder Lehrern hat?

34

Achten die Eltern darauf, dass es vorbereitet in die Schule geht (Hausaufgaben, geordnete Büchertasche)?

35

Bekommt das Kind, der oder die Jugendliche, im Allgemeinen zwischen acht und zehn Stunden Schlaf pro Nacht?

36

Schiebt das Kind zu erledigende Verpflichtungen grundsätzlich auf, so lange es geht – oder länger?

37

Kommt das Kind ständig zu spät zu Verabredungen oder nach Hause?

38

Kommt es bei den Hausaufgaben zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen einem Elternteil und dem Kind?

39

Ist das Kind ein „Meister im Abschalten“, wenn man etwas von ihm will?

40

Ist das Kind empfindlich gegen Hänseleien von Mitschülerinnen und -schülern?

41

Reagiert das Kind schnell mit Angst, wenn die Harmonie in der Familie oder in der Schule gestört ist?

42

Tut das Kind häufig etwas, das ihm im Augenblick gute Gefühle macht, ohne an die späteren Konsequenzen zu denken?

43

Findet das Kind leicht Freunde unter anderen beliebten Kindern?

44

Hat es eine Neigung sich mit „Außenseitern“ zusammen zu tun oder mit diesen viel Streit zu haben (also viel positiven und negativen Umgang)?

45

Hat das Kind Freunde, die unregelmäßig oder gar nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen?

46

Hat das Kind längere Zeit schlechte Schulzensuren oder Beurteilungen bekommen?

47

Lernt das Kind leicht, ohne das Lernen zum Mittelpunkt seines Lebens zu machen?

48

Ist das Kind schon bei geringfügigen Fehlern oder nicht ganz perfekt verlaufenen Klassenarbeiten und Tests verzweifelt oder wenn jemand eine bessere Leistung gebracht hat?

49

Weint das Kind selbst bei vorsichtiger Kritik oder kann es in anderer Weise nur sehr schwer mit Kritik umgehen?

50

Sind die Eltern im Schulleben aktiv, zum Beispiel bei Schulveranstaltungen oder in der Elternvertretung?

Ergebnistablelle

Zählen Sie die Antworten für die weißen und die blauen Fragen getrennt aus.

Summe der Ja-Antworten auf die Fragen mit weißem Hintergrund

von 23

Summe der Ja-Antworten auf die Fragen mit blauem Hintergrund

von 27

Summe der Nein-Antworten auf die Fragen mit blauem Hintergrund

von 27

Summe der Nein-Antworten auf die Fragen mit weißem Hintergrund

von 23

Hohe Gesamtsumme:
Stabiles Schulbesuchs-Verhalten wahrscheinlich

von 50

Hohe Gesamtsumme:
Unterrichts- und Schulvermeidung wahrscheinlich.

von 50



Und HIER: das Fragebogen-Formular ohne Markierung der Fragen im pdf-Format. Zum bequemen Ausdrucken.



© uwewiest, delmenhorst 2001/2008



1Beide Geschlechter sollen sich angesprochen fühlen.