uwewiestLernen und Zusammenleben

Dr. Uwe Wiest, Dipl.-Psych., Leiter des Schulpsychologischen Dienstes Bremen  a.D.

Originalarbeiten

Entwicklung der Person   Gesellschaft   Umgang    Gespräch    Entspannung    Testen    Lernen   
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Titel      Gewohnheiten     Gespräch    Zuhören   Einfühlen    Fragen     Rat geben     Freundlich   Liebevoll Ansehen    Rolle     Konsequenzen     Verhalten Ändern

Umgang mit sich und anderen - Gewohnheiten

Grundlagen

Was man immer tut, weil man es gewohnt ist, das fühlt sich richtig an. Was man nicht gewohnt ist, fühlt sich falsch an.
Wenn man bei seinen Gewohnheiten bleibt, kennt man die Auswirkungen. Man nimmt sie in Kauf, auch wenn sie manchmal oder oft unangenehm sind. Denkt oder handelt man anders, weiß man nicht, was dabei herauskommt. Da macht unsicher.
Beispiele:
Ein schöner Abend ohne Alkohol?
Eine Gesellschaft, bei der man nicht redet? Oder ausnahmsweise doch mal redet?
Eine Beziehung ohne Zank und Geschrei? Wie fade.
Eine Stunde ohne Smartphone, Fernsehen, Musik aus der Konserve, einfach nur so da sitzen? Da muss man doch an die Decke gehen!
Einfach essen, wenn du Appetit hast? Du hast schon das Bild vor Augen, wie fett du sein wirst.
Sich mal nicht schminken? Wie sieht das denn aus?
Als Mozart-Liebhaber Rammstein hören? Geht's noch?
Frau Müller freundlich grüßen? Deine Augen verdrehen sich schon bei dem Gedanken.
Der Mensch neigt dazu, sich unter solchen Menschen zu bewegen, die ähnliche Gewohnheiten und Vorlieben haben, und die einen darin bestärken, dass diese Gewohnheiten richtig sind.
Professoren bleiben unter sich, Diebe, Gothiks, Schicke-Viertel-Bewohner, Linke, Deutsch-Nationale, Junkies, Mütter, Rentner, Millionäre, Hiphops, Unternehmer, Asylanten, Veganer, Strenggläubige Eiferer, Laubenpieper … bleiben unter sich. Usw usw.
Manche gesellen sich auch zu für sie schädlichen Mitmenschen, weil sie das immer schon getan haben.
Misshandelte Ehefrauen zu brutalen Männern.
Co-Alkoholiker (Menschen, die Alkoholikern das Suff-Leben jahrelang möglich machen) zu ebendiesen.
Klein-Dealer (Drogenbosse).
Prostituierte (Zuhälter, zum Beispiel aus dem Rocker-Milieu).
Arbeitnehmer mit armseliger Bezahlung, die sich halbtot arbeiten (Den Chefs geht es gut).
usw usw

Vorschläge

Erweitere mal gelegentlich mit deinem Verhalten. Um neue, vielleicht gute Erfahrungen zu sammeln.




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Aktualisiert am 2. März 2018