Zeitgeist

Die Ökumene und die toleranten evangelischen Kirchvertreter halten sich bedeckt

es geht nicht um die vielen engagierten Menschen, die im karitativen und kulturellen Bereich Unentbehrliches leisten.

Es geht um die Frage, was ist an der christlichen, speziell evangelischen Religion denn noch Religion?

Welche Bibelstellen sind verbindlich, sagen wir mal, vom Heiligen Geist, und welche sind Meinungen oder Zeugnisse von überholten Weltbildern, mit denen Christen nichts mehr zu tun haben wollen?

Wenn die heutigen Kirchenvertreter nicht mehr an ihre essentielle Botschaft glauben (siehe mein Abschnitt "Pastor Latzels ..."), wenn sie glauben, dass es in der Tat beliebig ist, an welcher religiösen Veranstaltung man teilnimmt, und welcher Gottesvorstellung man anhängt, dann sollen sie das sagen! 

Es ist die Aufgabe der Kirchenvertreter, die Heilige Schrift auseinander zu pflücken und zu sagen, das glauben wir, das nicht. Wenn das alles heilig ist, kann jeder Scharfmacher das Mittelalter wieder aufrufen.

Es stimmt ja auch nicht, dass man nur das Alte Testament abschaffen muss, und dass sich das Neue Testament grundlegend vom Alten unterscheidet. Ein Gott der Liebe, der am Ende der Tage die große Rachefeier und das gewaltige Aussieben in Himmels- und Höllenbewohner vornimmt?

Eine wichtige Frage ist, ob man die Schilderungen des Neuen Testaments und die darin entwickelten Vorstellungen von Gott, dem Menschen, für bare Münze nimmt, und nicht nur die Gleichnisse des Jesus Christus, sondern auch ihn selbst als Gleichnis nimmt. Tod und Auferstehung als Gleichnis mit Symbolcharakter für den Weg menschlichen Daseins? Auferstehung im persönlichen Sinn oder im übertragenen Sinn? Alles ein Kommen und Gehen?

Was will die Kirche? Jeder glaubt, was er will, alle Vorstellungen sind gleichberechtigt, denn wir können uns ja alle in unserem Glauben irren? Das muss man dann sagen. Das könnte sehr nützlich sein, egal wie das ausgeht.

Kirchenmänner und -frauen, fangt endlich an mit der nach vorn gerichteten positiven Auseinandersetzung. 10.2.2015

Die Faszination des Christus

Faszinierend. Alle machen ihr Ding. Aber da muss doch jemand sein, der sich für andere opfert? Der selbstlos ist. Der sein Kreuz auf sich nimmt. Freiwillig für alle andern. Ja, das wäre schön.
Dann brauche ich das ja nicht zu sein. Das ist auch der Grund, warum Jesus von Nazareth zu Christus und zu Gott geworden ist. Und seit Jahrtausenden so beliebt ist.

So etwas kommt höchstens alle 2000 Jahre mal vor.

Ich bin sowieso Sünder. Wenn ich glaube, kann ich weitermachen, einer hat sich geopfert, ich bin's nicht. Hat schon Petrus gesagt. Wir haben alle ein schlechtes Gewissen. Daher kommt das Konzept SÜNDE.
Jeder hat schon mal eine andere Person schlecht behandelt. Wir sind alle Gauner. Jesus ist rein. Rein geboren, rein geblieben, das Gute in Inkarnation. Von uns bösen Alltagsmenschen schnöde umgebracht. Oh, Jesus.

Viele Helden waren gute Kämpfer. Jesus hat auf den Kampf verzichtet und sich hinrichten lassen. Mohammed: Was für ein theologischer Rückfall! Der hat doch nur gemacht, was alle an seiner Stelle gemacht haben.
Erfolgreicher Feldherr, und immer interessiert an hübschen Mädels, her mit ihnen und keinen anderen ranlassen. Zuhängen die Damen. Eben: ein Kerl wie wir. Oder wie diese Männer, die in der Fußgängerzone und im Bahnhof in ihre Smartphones brüllen, oder mit brüllenden Motoren an Cafès vorbeirasen, Lautsprecher bis zum Anschlag aufgedreht.

Interessant ist nur, dass die Mädels auch die einzigen waren, die zu dem Gekreuzigten und dem Auferstandenen gehalten haben. Was sagt uns das? Jesus war kein Weichei. Sein Gewaltverzicht war ein ganz starkes Ding. Er hätte anders gekonnt. Aber er gehorchte seinem Gottvater. Das fanden die Mädels imponierend. Der war aber auch zu süß. Mit seiner Fußwaschung, der Sünderin, und der Maria, die zu seinen Füßen saß.
Und das Beste: er hat seiner reinen Mutter zu einem Göttinnen-Status verholfen.

Ich finde, die Christen haben einfach die besseren Bilder. Jesus liegt nach Punkten vor Mohammed. Ganz klar.

So sind die Frauen. Sie sehen dem Treiben der männlichen Helden zu, sie bewundern die Typen, und sie sind zur Stelle, wenn es nicht läuft. Ja, und natürlich setzen sie die Helden überhaupt in die Welt!

Vor allem aber: sie lagen Jesus freiwillig zu Füßen, und er mochte die selbständigen Damen. Nicht nur Maria, die Intellektuelle, auch Martha, die ihn bekochte.

Grundsätzlich: Bei den Erzählungen der Religionen, das wissen wir ja spätestens seit der Forschung über Zeugenaussagen, handelt es sich um alles andere als Tatsachenberichte. Sondern:

Es sind Idealfiguren, Beispiele, Gleichnisse, die dazu da sind, dass die Gläubigen sie verehren. Darauf beruht die Heiligen-Verehrung der katholischen Kirche. Das gilt besonders für die zentrale Figur des Christentums: Jesus Christus.
Er vereint alle guten Eigenschaften, die ein Mensch haben kann. 30.1.2015

Die kirchliche Quadratur des Kreises

Seit Konstantin sind die Kirchen Staatsreligionen und haben, so lange sie politischen Einfluss hatten, wenn überhaupt, dann eine üble Rolle gespielt. Sie haben den wissenschaftlichen Fortschritt bekämpft, weil der ihr Weltgebäude bedroht und ja auch schließlich zum Einsturz gebracht hat. Egal, einmal bestehende ehrwürdige Institutionen lösen sich nicht einfach auf, auch wenn sie sinnentleert sind. Der demokratische Rechtsstaat hat die Führung übernommen. Wie geht man damit um? Man definiert sich als Traditionsverein. Man benutzt die alten Riten weiter. Alles nickt freundlich, diskutiert das nicht, singt und betet mit, hört sich die alten Konzepte in den Predigten an. Man entdeckt die Liebe und das Mitleid neu und tut Dienst an den Armen und Leidenden.
Wunderbar.

Intoleranz, das Wesen des Monotheismus, wird verleugnet. Das ist ja eigentlich etwas Gutes. Man räumt ein, dass man seinen Glauben hat, er könnte irgendwie richtig sein, und man gesteht das auch dem Islam und den anderen Religionen zu. Jeder nach seiner Tradition. Auf diese Weise kann man sich durchaus gläubig fühlen. Lehrreiche Geschichten und Gleichnisse aus der Bibel, Trost spendende Sprüche und Weisheiten, die Begleitung aller wichtigen Lebensereignisse durch kirchliche Rituale. Andacht in der Kirche, Besinnung, Meditation, Entspannung, wunderbare Kirchenmusik,
Religion ist etwas für das Lebensgefühl.

In katholischen Ländern werden Marias zu Festtagen durch die Gegend getragen, die Passion nachgespielt. Kreuzigung, Tod und Auferstehung, als Sinnbild, ja damit kann man leben ohne sich mit anderen Religionen in die Haare zu kriegen. Das ist schön, stiftet Gemeinschaft. Unsere evangelische Kirche ist entspannt, auf Kosten ihrer eigentlichen Botschaft. Und wenn ihr die von orthodoxen Kirchenvertretern vor die Nase gehalten wird, werden die Kirchen- vertreter ganz, ganz sauer. Das zeigt, dass sie ihre eigentliche Rolle immer noch nicht offen definieren und zugeben, dass sie heute etwas ganz anderes vertreten als Martin Luther. Schade eigentlich.

Pastor Latzel aus Bremen leistet ihnen da gute Dienste. 30.1.2015

Der Webfehler der Religionen

Gott verherrlichen, Menschen hassen und verachten. 24. Januar 2015

Ist das nicht ungerecht? hat Jesus nicht die Liebe des Nächsten gelehrt? Ich sage nur: Hexen, Ketzer, Kreuzzüge, Indios, dreißigjähriger Krieg, Negersklaven.
Gott mit uns gegen den Erbfeind jenseits des Rheins. Christlich abgesegnet.

Beleidigung des Propheten und seines Buchs

Jüngst las ich, dass durch sogenannte Mohammed-Karikaturen Millionen Moslems beleidigt werden. So ein sogenannter islamischer Gelehrter.

Hat er die Moslems alle befragt, ob sie sich wirklich beleidigt fühlen?

Da liegt ein Missverständnis vor. Man wird nämlich Moslem, indem man in die Religionsgemeinschaft hineingeboren wird. (Christenkinder werden getauft, wenn sie sich dazu noch nicht äußern können, weil sie die Sprache und das Verstehen noch nicht gelernt haben). In den wenigsten Fällen handelt es sich um eine individuelle Entscheidung. Mit anderen Worten, der Mensch hat nicht die Wahl. Sie und er werden von Kindesbeinen an in die entsprechende Religion hineinkonditioniert.
Darum sind monotheistische Religionen auch im Kern undemokratisch.
Wer aus dem Islam austreten will, begeht Apostasie. Das ist im Islam ein todeswürdiges Verbrechen. 

Also beleidigt man nicht die Moslems, sondern ihren religiösen Käfig.

Die meisten Menschen auf dieser Erde definieren sich aber gar nicht durch die Religionsgemeinschaft, in die sie hineingeboren werden. Andere Dinge sind ihnen viel wichtiger. Ihr Beruf, ihre Partner und  Familien, ihre Zugehörigkeit zu Vereinen, ihre Interessen und Fähigkeiten, ihre Freunde, ihr Besitz, ihre Heimat, ihre Folklore. Für die meisten Menschen sind die Religionen Begleiter im Leben. Über die Religion werden Festtage definiert, Sitten und Gebräuche, die Rituale bei Geburt, Erwachsen-Werden, Heiraten, Sterben. Nicht mehr und nicht weniger. So weit so gut. In Deutschland haben sich die christlichen Kirchen mit dieser Rolle weitgehend arrangiert.

Die meisten Moslems und Christen lesen auch keine französischen Satire-Magazine, das heißt, sie würden von Karikaturen gar nichts wissen, wenn die Presse und ihre Geistlichen sie nicht damit bekannt machen würden. Falsch, die Geistlichen machen sie nicht damit bekannt, im Gegenteil. Sie halten Information zurück und hetzen.

Eben, die Schreihälse auf den Straßen kennen solche Karikaturen gar nicht. Sonst würden sie wissen, dass sie sich fast immer nicht gegen den Propheten, sondern gegen seine Gefolgschaft richten. Aber in den islamischen Ländern ist der Vertrieb von Druckerzeugnissen, die Mohammed-Karikaturen zeigen, verboten. Nicht aber das Randalieren gegen solche Karikaturen.

Das Geschrei über die Beleidigung des Propheten ist auch noch aus anderem Blickwinkel interessant: Beleidigung von Frauen, Anders-Gläubigen, Nicht-Gläubigen, das bedeutet für die radikalen Schreihälse nichts, der Aufschrei gegen die Verspottung einer Person, die seit Jahrhunderten nicht mehr lebt, und über die mehr Märchen als Tatsachen bekannt sind, oder die Beleidigung eines Buchs, alles. 

Das ist bei fundamentalistischen Christen aber nicht anders. Daher gilt es in Europa nicht, das christliche Abendland zu verteidigen, sondern den säkularen aufgeklärten demokratischen Rechtsstaat. Da kann es nicht sein, dass das Kritisieren Jahrtausende alter abergläubischer Massenstrukturen eine Straftat ist. 24. Januar 2015

Religiöse Legasthenie:

Es ist ja bekannt, dass religiöse Fanatiker überwiegend ein niedriges Bildungsniveau haben. Sie kennen ja nicht einmal die eigene Religion richtig.

Forscher haben nun herausgefunden, dass es eine spezielle Art von religiöser Legasthenie gibt.
Eine fatale Spiegelungsschwäche des Buchstabens W und die Verwechslung des stimmlosen Konsonanten t mit mit dem stimmhaften Konsonanten d.
Sie verwechseln Gottes Wort mit Gottes Mord. 13. Januar 2015

Pastor Latzels angebliche Hasspredigt in der Martinikirche Bremen

Ja, wieder ein Beispiel für manche Presse-Leute, die den Bürger nicht über den Inhalt jener Predigt informieren, sondern sie ausschließlich diffamiert, und diesen Kirchenmann sofort als Hassprediger einordnen.

Diese Predigt wird die evangelische Kirche in einen von ihr unerwünschten Dialog der Beendigung von Verschleierung und Lügen zwingen. Denn die evangelische Kirche ist keine Glaubensgemeinschaft mehr, sondern eine Traditionsgemeinschaft. In den Gottesdiensten werden Dinge wie das Glaubensbekenntnis  geplappert, ohne dass jemand das glaubt. "Niedergefahren zur Hölle. Am dritten Tag wieder auferstanden." Undsoweiter.
Das wird nicht offen bekannt, aber das spüren die Menschen, und deshalb verlassen so viele die Kirche.

Pastor Latzel ist ein Kirchenmann, der den Glauben an die fundamentalen christlichen Dogmen einfordert.

Die seien hier kurz zusammengefasst:

Der Mensch war gegen Gott ungehorsam und wurde aus dem Paradies vertrieben. Ungehorsam gegen Gott ist Sünde, die sich auf alle Menschen vererbt.
Jeder Säugling ist daher schon ein Sünder. Krankheit und Leid werden nicht durch natürliche Dinge verursacht, sondern durch den Ungehorsam der ersten und aller weiteren Menschen.
Jesus ist auf die Welt gekommen und ist den Opfertod gestorben, um Gott zu versöhnen, damit die, die an ihn glauben, beim jüngsten Gericht schließlich gereinigt ins Paradies eingehen.
Jesus ist selber Teil oder Anteil des dreieinigen christlichen Gottes. Gott hat sich also quasi für die Menschen selber geopfert.
Es gibt nur diesen dreieinigen Gott. Andere Götter sind Götzen. Im ersten Gebot wird ausdrücklich gefordert, diesen jüdisch-christlichen Gott anzuerkennen und ihm zu dienen – und keinem anderen.
Andere Götter neben ihm zu haben ist die schwerste Sünde überhaupt. Konsequenterweise ist nach der christlichen Lehre jede andere Religion Götzendienst und damit verwerflich - bestenfalls Verblendung jener Anhänger, schlimmstenfalls ein todeswürdiges Verbrechen. 

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." Ev.Joh. 14 Vers 6.
Das Alte und das Neue Testament belegen den Absolutheitsanspruch des monotheistischen, in diesem Fall des christlichen Glaubens. Da ist kein Platz für Toleranz gegenüber dem Islam.

Der Islam macht es genauso, der ist mit sich im Reinen. Monotheistische Religionen sind in ihrem Kern intolerant und aggressiv gegenüber anderen Glaubensbekenntnissen oder gar gegenüber den »Gottlosen«.

Die christliche Religion hält daran fest: ist gibt einen Himmel mit einem persönlichen Gott, der dem Menschen ähnlich ist (der Mensch, nach seinem Bilde gemacht). Gott hat persönlich die Welt erschaffen, in sieben Tagen. Jesus war klinisch tot und ist nach drei Tagen wieder lebendig geworden. Er konnte Tote auferwecken und Wasser zu Wein machen. Er ist gen Himmel gefahren. Nun sitzt er mit Gott Vater zusammen auf einem Thron, zur Rechten Gottes, irgendwo über uns. Der Heilige Geist ist da auch.

Er kommt zurück und richtet die Lebendigen und die Toten. Letztere werden irgendwie wieder reanimiert, auch wenn von ihnen erst einmal nichts Substanzielles mehr da ist.

Also eine ganze Kiste voll überholten Weltbildes, abergläubischer und aus heutiger Sicht absurder Vorstellungen. Pastor Latzel nimmt das dicke alte Buch, das da vorn in jeder Kirche liegt, ernst.
Das ist sein Job. Auch die Offenbarung des Johannes, das letzte Bibelbuch, eine sadistische Phantasie gegen die, die Jesus nicht akzeptieren als Gottes Sohn und Richter, und das große Zuckerbrot-Versprechen für die sogenannten Heiligen.

Für einen bibelfesten bekennenden Christen ist natürlich das Zuckerfest Blödsinn, Buddha ein dicker Götzenmann, Mohammed ein lästerlicher Verführer. Ganz klar: das ist keine individuelle Aufforderung zum Hass, sondern waschechtes traditionelles Christentum!

Wenn seine Predigt ein Fall für die Staatsanwaltschaft ist, dann sollte die Staatsanwaltschaft die Bibel und den Koran überprüfen und als verfassungsfeindlich verbieten! 30.1.2015

So, liebe Leser, wenn Sie die zwei Jahre Konfirmandenunterricht nicht aufgepasst oder ihren geistlichen Würdenträger nicht verstanden haben, das war das Christentum in Kurzform.

Der einzige alle Zeiten und Kulturen überdauernde Glaube

ist der an Macht und Besitz. Das goldene Kalb.

Religion ist nur eins der Instrumente, um andere zu beherrschen und auf Kosten der Allgemeinheit Reichtum anzuhäufen. Religion als besondere Legitimation der Gier.
Übrigens: Gier nach Besitz und Macht geht auch ohne Religion.
Unerschütterlich glauben die Menschen, dass Macht und Besitz besonders glücklich machen. Sie hinterfragen das nicht, obwohl es nicht stimmt.
Auch das ist Aberglaube. Gefährlicher unmenschlicher Aberglaube. 13. Januar 2015

Wie entstehen Religionen:

Man verzapfe irgendein zeitgenössisches abergläubisches Weltgebäude, reichere dieses über Jahrhunderte mit immer neuem abergläubischen Inhalten an und zwinge die Menschen mit Waffengewalt, diese zu übernehmen und schließlich zu internalisieren.

Da die Weltsicht der Religionen sich nicht beweisen lässt und Gott sich nicht zeigt, baut man in jede Stadt, jedes Dorf, monumentale Parallelwelten.
In diesen ist Gott, sind die Propheten, die himmlischen Geschöpfe und die Geschichten, die die Religion ausmachen, zu besichtigen. Damit wird das Weltgebäude einer Religion in menschlichen Gebäuden sichtbar. Sogar berührbar. Und hörbar. Wunderbare gefühlvolle geistliche Musik!
Man nennt die Gebäude Kirchen. Oder Tempel. Oder Moscheen. Gotteshäuser.
Jaja, in Moscheen gibt es keine Bilder. Aber sie stellen das Paradies, den Raum Gottes dar. Sie sollen den Gläubigen zeigen, dass Gott in ihnen wohnt, und dass man ihn dort anbetet. Vornehmlich da. In der Gemeinschaft anderer Rechtgläubiger. Männer natürlich.
Gotteshäuser. Die natürlich durch Fluten, Erdbeben, Brände und Krieg genauso vernichtet werden wie andere Gebäude. Gott schützt die ihm geweihten Gebäude offenkundig nicht.
Was Gläubige in ihrem Glauben nicht stört.

Religionskriege entstehen dadurch, dass jede Kultur und jede Herrschaft ihre ausgedachte metaphysische Traumwelt für alle verbindlich haben möchte.
Das gilt auch für pseudowissenschaftliche Ideologien, was man daran erkennt, wie aggressiv sie auf die herkömmlichen Religionen reagieren.
Deshalb werden in sogenannten Religionskriegen auch die Gotteshäuser anderer Religionen oder Religions-Varianten gern vernichtet oder umgeweiht.
Napoleon machte aus den Kirchen Pferdeställe oder Munitionslager.
13. Januar 2015, 24. Januar 2015