<meta name="generator" content="LibreOffice 6.0.4.2 (Linux)" /> <style type="text/css"> @page { margin: 2cm } h2.western { font-family: "DejaVu Sans", sans-serif; font-size: 16pt } h2.cjk { font-family: "Noto Sans CJK SC Regular"; font-size: 16pt } h2.ctl { font-family: "Lohit Devanagari"; font-size: 16pt } p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120% } </style> <p style="margin-bottom: 0.21cm; line-height: 100%; page-break-after: avoid; margin-top: 2px; height: 35px; font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" align="center"><font style="font-size: 28pt;" size="6"><b><a href="index.html"><img style="border: 0px solid ; width: 100px; height: 61px;" alt="persönliche Entwicklung" src="../../index_Dateien/uwico.png" align="left" /></a><br /> </b></font></p> <p style="margin-bottom: 0.21cm; line-height: 100%; page-break-after: avoid; margin-top: 2px; height: 35px; font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" align="center"><br /> </p> <p style="margin-bottom: 0.21cm; line-height: 100%; page-break-after: avoid; margin-top: 2px; height: 35px; font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" align="center">© Uwe Wiest, Delmenhorst 2018<font style="font-size: 28pt;" size="6"><b><br /> </b></font></p> <p style="margin-bottom: 0.21cm; line-height: 100%; page-break-after: avoid; margin-top: 2px; height: 35px; font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" align="center"><font style="font-size: 28pt;" size="6"><b>Kinder-Enneagramm</b></font></p> Präventive Pädagogik: die Erwachsenen gehen auf die individuellen Vorlieben der Kinder ein und entwickeln so ihre Lernziele. <p style="margin-bottom: 0.21cm; line-height: 100%; page-break-after: avoid; margin-top: 2px; height: 35px; text-align: left; font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" /> <ul id="mozToc"> <!--mozToc h1 1 h2 2 h3 3 h4 4 h5 5 h6 6--> <ul> <li><a href="#mozTocId402030">Typenbeschreibung</a></li> <li><a href="#mozTocId516514">Gestörte oder störende Kinder</a></li> <li><a href="#mozTocId639219">Entwicklungsziel: Reife</a></li> <li><a href="#mozTocId172964">Pädagogische Erfordernisse</a></li> <li><a href="#mozTocId281651">Zur Typologie</a></li> </ul> </ul> <h2 style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" class="western"><a class="mozTocH2" name="mozTocId402030" />Typenbeschreibung</h2> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">2</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind hilft gern anderen. Seine Hilfe kommt fast automatisch.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es gewinnt dadurch Dankbarkeit und Kontakte.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Erwachsene finden es sozial.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es droht ausgenutzt zu werden und irgendwann darüber ärgerlich zu werden.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es „bemuttert“ andere und lässt anderen kaum kaum Spielraum, selber zurecht zu kommen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es kann auch für Lehrkräfte bequem sein, ein solches Helferlein in der Klasse zu haben.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es macht der Lehrkraft unter Umständen die pädagogische Aufgabe streitig.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Witz: Kind 2 hilft einer gehbehinderten alten Frau über die Straße. Die will aber gar nicht und wehrt sich vergeblich. Aber das nützt ihr nichts. Kind 2 gibt erst Ruhe, wenn sie drüben ist.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">3</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind will besser sein als andere. Es vergleicht sich und triumphiert, wenn es andere überflügelt, auf dem Treppchen ganz oben steht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es konkurriert und rivalisiert und steht unter Spannung. Erleichterung bringt der Triumph.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es will immer bessere Zensuren haben als andere.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es ist ehrgeizig: Klassenbester.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es kann eine gute Leistung nicht recht genießen, wenn andere besser sind.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es kommt nicht auf den Inhalt der Leistung an, sondern auf die Rangposition.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Fühlt sich am wohlsten bei Leuten, die ihm das Wasser nicht reichen können.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es zieht alle Register, um bei den Lehrkräften als Champion anerkannt zu werden. </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">4</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind denkt darüber nach, wie schön es sein könnte oder gewesen ist. Es beschäftigt sich mit Situationen, Menschen, Problemen, die „gelaufen“ sind.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Dadurch kann es sich schlecht auf die Gegenwart konzentrieren.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Die Gegenwart ist ihm nicht wichtig, weil es an vergangenen Erlebnissen „kaut“.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Stellt sich das richtige Gefühl nicht ein, kann es auch nicht handeln.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es lebt stark in Phantasien und Träumen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es verpasst leicht befriedigende Erlebnisse, weil es nicht richtig da ist.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Was sie hat, ist nicht wichtig, was sie haben könnte oder hatte und nicht mehr hat, macht sie traurig und unruhig.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es empfindet tiefer als andere und kann Emotionen gut wahrnehmen und genießen, wenn es sich aus seiner Versponnenheit lösen kann.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es resigniert angesichts der Hoffnungslosigkeit seiner Träume in der Realität und zieht sich zurück in die Tagträumerei.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">5</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind ist der rationale Typ. Es denkt nach und versucht sich die Dinge rational zu erklären.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es mengt sich nicht gern unter andere Kinder, das ist ihm viel zu kompliziert und zu spontan.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Bevor es sich auf etwas einlässt, will es verstanden haben, worum es geht und die Kontrolle behalten.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">In einer spontanen oder unangenehmen Gemeinschaft handelt es nicht, sondern versucht sich komplett zurückzuziehen. „Ich bin gar nicht da“. „Ich habe mit denen nichts zu tun“.Es wirkt daher oft als brüsk, kalt, verletzend, obwohl des eigentlich gar nichts macht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Insofern ist es der typische Einzelgänger. Die Rolle des kaum sichtbaren Beobachters und Beurteilers ist ungefährlich und bewahrt vor bösen Überraschungen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es kommt auf Ideen, die andere nicht hätten, manchmal genial, manchmal absurd. Stichwort Verschwörungstheorien.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Denken kommt vor dem Handeln. Das führt dazu, dass es oft Dinge tut, die mit der Realität wenig zu tun haben, und die infolgedessen von anderen auch nicht verstanden werden.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das souveräne Kind 5 erhebt sich aus der Oberflächlichkeit und kann gut abstrahieren, Folgerungen ziehen, auf die andere nicht so leicht kommen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das souveräne Kind beobachtet, denkt, fühlt sich ein und kommt zu den richtigen Schlüssen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind im Stress beobachtet, berechnet, ist aber voreingenommen und ohne Empathie, weil es Angst hat, und verkalkuliert sich.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">6</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind ist im Grunde ängstlich und unsicher, fühlt sich im Gefolge wohl.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es schützt sich entweder durch Unterordnung, wenn es vertraut, oder durch Auflehnung, um der Aggression andere, vor allem Ranghöherer, zuvorzukommen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es kann Lehrkräften die Tasche tragen oder sie ausgeklügelt unterminieren.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es kann verlässlich sein, aber man sollte sich das Kind nicht zum Feind machen. Dann kann es nämlich richtig bösartig werden.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind untersucht Situationen darauf, ob sie ihm gefährlich werden könnten.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 6 ist nicht neutral. Entweder folgt es loyal ohne Wenn und Aber, oder es ist bei Nicht-Anerkennung offen feindselig und dabei ausgesprochen einfallsreich.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es schlägt zurück, bevor es überhaupt geschlagen wird.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Auf den ersten Blick ist seine Motivation für andere oft nicht zu verstehen, eben, weil der Anlass ja noch gar nicht eingetreten ist.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">7</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind will Gutes und Angenehmes erleben, und es gewinnt auch weniger tollen Dingen gern eine Spaß- und Freude-Seite ab.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Seine Lebensfreude reißt andere mit. Es ist leicht begeisterungsfähig und -bereit.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Mühselige Dinge hält es durch, wenn ein schönes Ziel winkt. Ansonsten hält es dann weniger durch.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Ein wenig entwickeltes Kind 7 will ständig Spaß und Unterhaltung, und es geht damit anderen auf die Nerven.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">8</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind fühlt sich am wohlsten, wenn es zu kämpfen und zu siegen gibt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Herrschaft über andere ist das Wichtigste für das Kind. Es ist in seinen Mitteln da nicht wählerisch.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es sieht genau hin, was bei einer Sache für seine Herrschaft und den Sieg über Konkurrenz herausspringt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es fühlt sich wenig oder gar nicht in andere ein. Siegen ist das absolute Primat.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Freundschaftliche Gefühle, das gleichberechtigte Miteinander, kommt im Leben des Kindes nicht vor. </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es beurteilt andere danach, ob sie ihm gefährlich werden können.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es verachtet andere, die nicht kämpfen wollen, sondern beschwichtigen oder sich zurückziehen als „Schlappschwänze“, die keine Schonung verdient haben.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Misstrauisch wacht es darüber, dass andere sich nicht gegen sie verbünden (Intrigen).</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">9.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind hat es gern harmonisch und ist daher gut im Vermitteln und Schlichten.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es macht seinen Kram, das heißt, es fühlt sich wohl bei Routinetätigkeiten.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Ungern nimmt es einen eigenen Standpunkt ein, es schlägt sich nicht auf die eine oder andere Seite.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es trifft nicht gern Entscheidungen, schiebt auf.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es ist unauffällig, funktioniert. Wenn es aber das Gefühl hat, ausgenutzt zu werden, kann es destruktiv werden.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es wehrt sich durch Bockigkeit, durch passiven Widerstand, durch das Einstellen von Handlungen. „dann mache ich das eben nicht mehr.“</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">1</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Für das Kind 1 steht das Recht, die Gerechtigkeit, die Freiheit von Fehlern im Vordergrund.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es möchte eine gerechte Welt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Rechthaberischer Zorn, auch gegenüber Lehrkräften. Nicht nur bei eigener Benachteiligung, sondern auch der anderer Schüler.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kämpft auch aus der Einzelposition gegen Schülergruppierungen, wenn es um Recht und Gerechtigkeit geht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Übertreten von Regeln ist für das Kind am schlimmsten. Das kann das Kind sehr zornig machen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind möchte perfekt sein und verlangt diese Fehlerfreiheit auch von anderen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kann nicht „Fünf gerade sein lassen“, auch bei Kleinigkeiten.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Ärger über Eselsohren, „dumme“ Fehler.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Im negativen Falle wird das Kind zum Heuchler, indem es heimlich unkorrrekte Dinge tut (Sünden). Wenn man ihm drauf kommt oder es sich selber verurteilt, geht es ihm schlecht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">In der Schule regt es sich auf, wenn dieselbe Leistung unterschiedlich bewertet wird. Oder wenn sich jemand die kleinste unzulässige Vorteilsnahme gönnt (zum Beispiel Vordrängeln). </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><br /> <br /> </p> <h2 style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" class="western"><a class="mozTocH2" name="mozTocId516514" />Gestörte oder störende Kinder</h2> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">2</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind mischt sich ein. Weiß und kann alles besser, nimmt anderen Kindern die Arbeit aus der Hand. Hemmt damit die Entwicklung anderer Kinder unter dem Deckmantel, sie zu unterstützen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Unterschied zu 3: nicht weil es besser sein will, sondern, weil es übertrieben hilfsbereit ist und sich unentbehrlich machen will. .</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">3</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 3 schreibt ab, mogelt, setzt die Beiträge anderer Kinder herab, gibt Beiträge anderer als die eigenen aus, stöhnt, wenn andere vorlesen, „darf ich weiterlesen?“. Ruft richtige Lösungen in die Klasse, die andere nennen sollen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 3 will zeigen, dass es das Schlauste ist, die besten Fähigkeiten hat, dass die anderen ihm das Wasser nicht reichen können. </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">4</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Ist abwesend, träumt, weiß nicht, was gerade gesagt wurde, verlangsamt, „am Wasser gebaut“, also, heult bei jeder Kleinigkeit, hält sich nicht an das, was gerade behandelt wird, an die Aufgabe, sondern phantasiert etwas, was nicht recht dahin gehört, arbeitet langsam, schafft wenig in der Zeit.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Sucht gleich Gesinnte, mit denen Kind 4 in negativen Gefühlen und Tagträumen badet.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">5</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Schweigt, gibt keine Antworten mehr. An der Tafel, oder wenn aufgerufen. Missversteht leicht andere, bekommt daher mit anderen Kindern Ärger. Reagiert aber weniger mit Aggression als vielmehr mit Rückzug.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es neigt zu Verschwörungstheorien.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">6</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 6a schleimt sich bei der Lehrkraft ein, weicht den Lehrern nicht von der Seite. Spielt sich als Sprachrohr von Lehrern gegenüber Schülern auf. mischt sich in Lehrer-Schüler-Konflikte ein und bestätigt den Standpunkt der Lehrkräfte. Beschuldigt eifrig andere falsch, um gut da zu stehen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 6b hat das Vertrauen in die Lehrer verloren, sieht Lehrkräfte als Gegner. Das Kind ist entweder offen aggressiv oder intrigant. Es schiebt unter Umständen andere vor, sich gegen Lehrer aufzulehnen, war es selber nie, ist auch schwer zu erwischen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 6 ist kommunikativ stark, wirkt attraktiv, hat viel Energie im Verfolgen seiner Absichten.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">7.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Stört den Unterricht durch Albernheiten. Besonders in nicht so spannenden Unterrichtsphasen, wenn es mehr um Arbeit als um Vergnügen geht. Muss ständig witzig sein. Will die Aufmerksamkeit mit läppischem Verhalten und Gerede auf sich ziehen, damit andere Beifall klatschen, die sind aber nur genervt und fühlen sich gestört (Klassenclown). Hält nicht durch, führt Dinge nach anfänglicher Begeisterung nicht zu ende. In Gruppe: erst begeisterter Wortführer, wenn substantiell gearbeitet werden soll, ist von ihm nichts zu sehen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">8</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Bedrängt andere, schlägt zu, verbreitet Angst, ohne Rücksicht darauf, dass andere Schüler nichts mit ihm zu tun haben wollen. Kennt keine andere Möglichkeit der Führung und des Kontakts, als andere mit Gewalt zu unterwerfen. Zeigt Lehrkräften, dass sie ihm gar nichts zu sagen haben. Setzen sich an die Spitze von Gruppierungen mit negativer Schulhaltung. Sie Denkt nur in Macht und versteht auch nur die Sprache des Herrschens und der Unterwerfung.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Insofern ist das Kind 8 nicht so sehr gewalttätig, weil es wütend ist, es will vielmehr seine Herrschaft bewahren oder gegen Konkurrenten ausweiten. Die Wut, wenn überhaupt, ist sekundär. Es ist mehr der entschlossene als der erregte Kämpfer. Das ist anders als bei Kind 1.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">9</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 9 will im Hintergrund bleiben, aber anerkannt werden. Es macht normalerweise seine Sachen verlässlich, routiniert, aber ohne überschäumendes Engagement, weil es nicht zu begeistert aufgegriffenen Zielen neigt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Wird es aber nicht anerkannt und fühlt sich schlecht behandelt und zurückgesetzt, lebt Kind 9 seine Aggressionen durch Verzögerung, Verschleppung, Verweigerung aus. Lässt sich fast nötigen, um Hausaufgaben nachzuholen. Beim Sport zieht es sich betont langsam um. Je mehr man drängt, umso langsamer wird das Kind 9.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">1</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 1 will Gerechtigkeit, gerät ständig in Streit, weil es recht haben will, unversöhnlich ist, wenn alles nicht genau so geschieht wie vorgeschrieben. Es verhandelt mit Lehrkräften über Bewertungen, angestrichene Fehler, die bei anderen durchgegangen sind, vergleicht das Ausmaß von Strafen bei gleichem Fehlverhalten, aber unterschiedlichen Personen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es schießt bei dem, was es für eine allgemeingültige Moral hält, leicht über das Ziel hinaus.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es petzt, macht auf das Fehlverhalten anderer aufmerksam, weniger um andere herabzusetzen (3), sondern weil es pedantisch Regeln des Zusammenlebens überwacht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 1 kann sehr verzweifelt über eigene Fehler sein und dann keine Lust mehr haben, noch für die Schule zu arbeiten. „Wenn schon kein „Sehr gut“, dann mache ich gar nichts mehr.“ Unterschied zur 3: es will nicht überlegen sein sondern perfekt. Es rast, wenn andere seine Sachen beschädigen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind wird gewalttätig, weil es über Regelverletzungen oder Unvollkommenes wütend ist. Das Ist der Unterschied zu Kind 8. Das ist wenig wütend, sondern setzt Gewalt als Machtinstrument ein.</p> <h2 style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" class="western"><a class="mozTocH2" name="mozTocId639219" />Entwicklungsziel: Reife</h2> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">2</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Weg von Hilfereflex. Das Kind lernt seine Hilfen erst anzubieten, wenn es die Situation analysiert hat und abschätzen kann, ob das Helfen besser ist als passiv zu bleiben. Es hilft nicht jedes Mal in der gleichen Weise, sondern vermittelt Hilfe, um es das nächste Mal allein zu können. Es lernt: die meisten Menschen wollen sich lieber selber helfen oder sie finden es nach kurzer Zeit selbstverständlich, wenn ihnen geholfen wird. In beiden Fällen kommt keine Dankbarkeit und keine Freundschaft 'rüber.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Kind 2 lernt, dem Hilfereflex nicht unreflektiert nachzugeben, sondern die Hilfe zu dosieren und sich zu vergewissern, ob die Hilfe überhaupt gewünscht ist. Alles andere ist Energieverschwendung, es ist besser, sich lieber um den eigenen Kram zu kümmern.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 2 arbeitet an seinen empathischen Fähigkeiten, an seiner Einfühlung, an der Fähigkeit zur Analyse der Situation. Es lernt, vorauszuahnen, wann Hilfe Sinn macht, für die andere Person und für sich selbst – und wann nicht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Manchmal ist die beste Hilfe, nicht zu helfen. Indem man Faulheit oder Sucht nicht unterstützt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Pädagogen vermitteln: Helfen ist produktiv und sozial, sich ungefragt einmischen und anderen die Lösungskompetenz absprechen destruktiv. </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">3.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Um wirklich erfolgreich zu sein, muss man oft durch einen engen Flaschenhals. Da geht es darum, richtig gut zu sein, seine Qualitäten sichtbar zu machen, um andere zu überzeugen, die an den Schalthebeln sitzen, man benötigt unter Umständen Ellenbogen, aber auch Kooperationsfähigkeiten. Gutes Beispiel: Fußball, Bundesliga.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Profifußballer müssen andere überflügeln, ihren Marktwert steigern, sie werden unterschiedlich bezahlt, sie müssen aber gleichzeitig mannschaftsdienlich spielen. Eigensinnige Spieler kommen nicht weiter. Sie müssen sich ferner der Strategie des Trainers anpassen, das heißt, sie spielen eine bestimmte Rolle. Wenn zu viele da sind, die diese Rolle spielen können, werden sie auch bei hoher Leistungsfähigkeit unter Umständen nicht aufgestellt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Dasselbe kann man für Wissenschaftler eines universitären Fachbereichs formulieren. Jeder möchte möglichst viele Veröffentlichungen, wesentliche Ergebnisse als erster finden, gleichzeitig ist es sinnvoll, sich im Team zusammenzutun und Wissen zu bündeln. Mal so, mal so. Zuerst so, dann so.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das entwickelte Kind 3 setzt Prioritäten. Es wiß, wo es lang geht, kurz- mittel- und langfristig. Es findet heraus, welche Dinge es wirklich gut kann und verzettelt sich nicht in plumpen Täuschereien, bis herauskommt, dass andere doch besser sind. Kind 3 arbeitet gern mit gleichwertigen zusammen, die aber nicht so ehrgeizig sind. Wenn sein Name an erster Stelle steht, dürfen die anderen auch Sonne abhaben. Kind 3 versteht es im Team zu arbeiten, wenn es erkennt, dass es davon mehr profitiert als allein voranzukommen. Man nennt das heute Vernetzung. Wenn das Kind 3 an der Spitze zum Erfolg kommt, ist es generös mit seiner Anerkennung für andere. Siehe Helene Fischer, die ihr Team und andere Musiker lobt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">An den Universitäten gibt es einen Kodex, wie man und wen man bei Veröffentlichungen mit zitiert.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das entwickelte Kind 3 steckt viel Energie in die Selbsterkenntnis: wo liegen meine besonderen Talente? Es kann daran unauffällig länger für sich allein Dinge vorantreiben: ein Musikinstrument ausdauernd üben, sich Spezialkenntnisse aneignen, eine Erfindung machen, es hält lange durch, ohne ständig gelobt zu werden für seine Außerordentlichkeit, um dann mutig die Karriere zu wagen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es hat außerdem einen Blick für unentwickelte seinesgleichen: die Blender und Angeber, die Trickser und Täuscher, die wenig drauf haben. Kind 3 entlarvt sie und schaltet sie aus.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Insofern hat das entwickelte Kind 3 die Fähigkeiten von Kind 6 sowohl die Fähigkeit zur Loyalität bei ebenbürtigen Menschen als auch das unerbittliche Angreifen gegenüber den Aufgeblasenen ohne Substanz.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Pädagogen vermitteln: wir sehen deine Talente und fördern sie. Wir ermutigen, durchzuhalten und unabhängiger von ständigem Lob zu werden. Wir merken aber auch, wenn jemand Leistung und Talente vortäuscht und andere unfair aussticht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">4</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Die Wahrnehmung von Gefühlen, sowohl der eigenen als auch die von anderen (Empathie) gehört zu den wichtigsten Talenten im mitmenschlichen Leben. Schön ist es auch, wenn man von einer angenehmen Umgebung träumen kann, einer Umgebung mit guten Beziehungen und einer anheimelnden Umwelt (Haus, Garten, schöne Reisen, Kunst und Musik, angenehme Abenteuer). Ein gefühlsbetonter Mensch hat Mitleid, hat auch ein Gespür für Schlechtes in anderen Menschen („schlechtes Karma“). Kind 3 richtet sich danach, ob etwas sich gut anfühlt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">In unangenehmen oder gefühlskalten Situationen kann es sich wegträumen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Wichtig für Kind 4 ist, Situationen nicht ausschließlich „aus dem Bauch“ zu beurteilen und Lebensabschnitte auszuhalten, wenn sie emotional nicht so ergiebig sind, dann nicht sofort aufzugeben, sondern zielstrebiger zu werden und die Welt stärker auf Grund der Faktenlage zu beurteilen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 4 lernt zu unterscheiden zwischen Träumen, die eben Träume sind, und einer Wirklichkeit, die gestaltet werden will. Traurige Menschen, die sich in ihrer negativen Gefühlswelt gehen lassen, bekommen erst recht nicht das, was sie wollen, nämlich Zuwendung.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Aber Kind 4 lernt, sich durch Anstrengung und realistische Beurteilung von Möglichkeiten die Welt zu schaffen, in der es sich wohlfühlen kann.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Pädagogen unterstützen Kind 4 in seiner Fähigkeit, Emotionen, die Wahrnehmung von Gefühlen, konstruktiv einzusetzen, besonders dann, wenn andere da ihren blinden Fleck haben. Sie helfen Kind aber auch, nicht durch Baden in Träumen und Gefühlen den Kontakt zur Wirklichkeit zu verlieren.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Gefühle werden oft als problemirrelevant ausgeblendet, die sich dann in destruktiver Weise ihren Weg bahnen. Das Kind hat ein besonderes Sensorium für Gefühle, und die Umgebung tut gut daran, sich diese Wahrnehmungsfähigkeit zunutze zu machen. Für den Normalo ist es oft überraschend, wo Gefühle zum Ausbruch kommen, obwohl alle anscheinend rational gehandelt haben. Das sieht man in der Politik, wenn es um persönliche Karrieren geht oder bei Erbstreitigkeiten.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">5</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 5 braucht den Kontakt zu anderen Menschen, meinetwegen anderen 5ern. Kind 5 denkt und es kommt auf Gedanken und Kombinationen, die so leicht keine andere Person findet. Es ist daher wichtig, dass Kind 5 in seinen ungewöhnlichen und klugen Gedanken Bestätigung erhält, und ins Gespräch kommt, seine Meinungen darstellen und rechtfertigen kann und muss.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Fünfer im Stress sind verschrobene Spinner, Fünfer in Sicherheit richtungsweisende Denker und Visionäre. Sie drängen ihre gedankliche Überlegenheit nicht auf, man muss sie manchmal sogar entdecken. Darin unterscheiden sie sich klar von Typ 3 und Typ 8. Es muss einbezogen werden, es kommt nicht von allein und setzt sich an die Spitze, auch wenn es Spitze ist.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kinder mit ungewöhnlichen Gedankengängen oder einer besonderen Aufmerksamkeit für Widersprüche oder auch Auswege aus anscheinend unlösbaren Problemen erhalten nicht selten keinen Beifall, sondern werden als irgendwie verschroben wahrgenommen: „Ach die/der schon wieder“. Insofern entsteht von den „Normalos“ immer leicht der Druck, aus einem entwickelten ein gestörtes Kind 5 zu machen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Wenn das Kind 5 Geduld seiner Mitmenschen erfährt und geschätzt wird, kann es sozusagen zum Salz in der Suppe der guten Gedanken werden.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">6</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Bei Kind 6 dreht sich alles um Loyalität. Es ordnet sich gern ein und unterstützt andere, wenn es dafür gewertschätzt wird. Bleibt die Wertschätzung und Anerkennung aus, fühlt es sich bedroht und wird zu einem unangenehmen Gegner, der irgendwann keine Grenzen mehr kennt und ausgesprochen intrigant und unfair wird. Der Hintergrund ist Angst vor Ablehnung und Bestrafung.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Im Positiven ist Kind 6 also der Halt in jeder Gruppe, der Unterstützer des Anführers, im Negativen definiert sich seine Gruppenzugehörigkeit als Aggression gegen Außenstehende.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein. Judas, der wegen Nicht-Anerkennung den Heiland verrät.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das Erdmännchen, das für die Gruppe über deren Sicherheit wacht.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 6 tauscht Loyalität und Treue gegen Sicherheit und Anerkennung. Loyal sein kann Kind 6 am besten, aber auch das Gegenteil, man sollte sich Kind 6 nicht zum Feind machen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Wenn die anderen Kind 6 pflegen, wird es zur kreativen Gruppenstütze.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">7</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 7 will genießen. Verweile Augenblick, du bist so schön. Gute Gefühle sind der Hauptantriebe des Handelns. Es fürchtet nichts mehr als Leere, Langeweile, Fehlen jedes positiven Anreizes oder guter Stimmung. Ein gut entwickeltes Kind 7 ist Partykönig, ein Kind 7 im Stress läppischer kindischer Clown. Entwicklungsthema ist der Aufschub von Belohnung. Kind 7 lernt am besten Ausdauer, das Ziel schon mal sich vorstellen und halluzinieren, die Belohnung also aufschieben.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Es ist keine Katastrophe, wenn man einmal nichts besonderes fühlt, wenn Ruhe einkehrt, nichts passiert. Man kann Ruhe auch genießen als schönes Gefühl. Warm und sicher.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">8</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 8 will herrschen, es interessiert Kind 8 nicht, ob jemand etwas besser kann, es versucht nicht auf dem Fähigkeitssektor zu rivalisieren, es geht ihm allein um das Anführen der Hackordnung, auf die Unterwerfung anderer.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Der positive Aspekt ist das Beschützen. Wer als Untergebener, als jemand, der sich ihm unterordnet, angegriffen, belästigt, gemobbt wird, bekommt es mit ihm, dem Anführer zu tun. Auf diese Weise kommt es zur Symbiose mit anderen Kindern, die andere Interessen und Talente haben. Du beschützt mich, ich mache deine Hausaufgaben. Ich kann besser und diplomatischer reden und lege bei den Lehrern ein gutes Wort für dich ein. Ich mache Propaganda für dich.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Das entwickelte Kind 8 ist klug genug, um zu merken, dass ihm bei totaler Rücksichtsloigkeit gegenüber anderen die Sympathien verloren gehen und es sehr, sehr einsam wird. Darüber helfen auch gelegentliche „Siege“ sprich aggressive Attacken, nicht hinweg. Im Gegenteil. Alle machen um die 8 einen Bogen. Um wirklich dominieren zu können, benötigt die 8 Anhänger, die einen Nutzen aus ihrer Anpassung und Unterwerfen ziehen. Für die 8 besteht auch immer die Gefahr, dass sich andere bei nachlassendem Druck sofort zurückziehen. „I used to ruhe the world ...“</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">9</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 9 wird am besten gefördert, wenn man es sein Ding machen lässt und es nicht drängt. Kind 9 kann unauffällig kooperieren, in der Gruppe ist es gern gesehen, weil es auch gern etwas unbequeme Routineaufgaben übernimmt. Es bedroht keine Ehrgeizigen und keine Machtbewussten, so lange man es nicht versucht, unterzubuttern und ihm die Anerkennung zu verweigern.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Problem des Kindes 9 ist, nicht sehr zielstrebig zu sein und nicht präzise zu gucken, was für es gut ist. Da Kind 9 gut vermitteln und ausgleichen kann, sollte man ihm ruhig mal eine Führungsrolle anvertrauen. Sein Ziel ist nicht, sich hervorzutun, sondern dafür zu sorgen, dass die Sache läuft.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">1</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kind 1 sollte man erlauben, sich zu entspannen und bei kleinen Fehlern sich nicht zu sehr über sich selbst zu ärgern. Es muss außerdem lernen, dass man sich nicht in jede Angelegenheit wie ein Staatsanwalt oder Richter einmischen muss, sondern seine Kräfte für größere Ungerechtigkeiten aufsparen sollte. Es wird die Erfahrung machen, dass es sich mit seinem Gerechtigkeitssinn und seiner Fehlersuche nicht unbedingt beliebt macht, sondern Aggression auslösen kann und dann keine Freunde findet oder welche verliert. Es sollte lernen, dass man Gerechtigkeit nicht über Menschlichkeit stellen sollte. Es muss lernen, wahrzunehmen, wenn seine Moral und seine Fehlersuche bei anderen nicht ankommt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Auf der anderen Seite braucht man die 1, weil sie den Mut hat, auf Ungerechtigkeiten und Regelverstöße hinzuweisen, wo andere sich eher kompormittieren. Kind 1 muss lernen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. </p> <h2 class="western" style="page-break-before: always; font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><a class="mozTocH2" name="mozTocId172964" />Pädagogische Erfordernisse</h2> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Kinder wie Lehrer sind unterschiedlich und entwickeln sich infolgedessen auch unterschiedlich. Es geht nicht darum, dass sich alle im Laufe ihres Lebens in gleicher Weise entwickeln, sondern soziale Reife erreichen. Die kann aber je nach Typus sehr unterschiedlich aussehen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Berücksichtigt man diese typologischen Unterschiede nicht, hängt man leicht einem unrealistischen Ideal eines reifen Menschen nach.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Zum Beispiel soll ein reifer Mensch mit anderen zusammenarbeiten und partnerschaftlich sein. In der Erwachsenenwelt kann die Einseitigkeit solcher Verhaltenstendenzen aber sehr wohl nachteilig sein, denn das westliche Leben ist stark auf Konkurrenz und !andere überflügeln“ ausgerichtet.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Ein gutes Beispiel ist der Profi-Fußball: Spieler sollen kooperieren, sonst gibt es keine gute Mannschaftsleistung. Sie müssen aber auch gegenüber anderen Spielern ihre besondere Leistungsfähigkeit herausstellen, und sie werden auch entsprechend unterschiedlich bezahlt.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Reifes Verhalten ist also eine Mischung zum Teil auch gegensätzlicher Dispositionen. Das ist de facto auch in der Schule so: Kinder werden unterschiedlich zensiert, werden nach Leistung für verschieden wertige Schularten empfohlen. Bei der Schulleistung geht es keineswegs um objektive Leistungsfähigkeit, sondern um den Vergleich von Schülern mit anderen. Also: Wettbewerb, der sich in Rangpositionen ausdrückt. Denn Schulzensuren haben Rangqualität und keineswegs Messqualität, Intervallqualität.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Aber es gehört zu den schulischen Erziehungszielen und Lern-Zielen: das Kinder zusammenarbeiten und eine gemeinsames Lernprodukt, ein Referat, ein Gerät, ein Bild, ein Musikstück zustandebringen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Die Einschätzung von Schülern hängt auch davon ab, ob Lehrer und Schüler zusammenpassen. Wie oft geschieht es, dass bei einem Lehrerwechsel Schüler plötzlich aufblühen oder zurückfallen und sich vom Lernen abwenden.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Der Anpassungsprozess von Schülern geschieht großenteils am Maßstab der Gewaltfreiheit und des Nicht-Störens. Andere Zeichen von Unreife oder persönlichem Wachstum werden weniger wahrgenommen. Entsprechend holzschnittartig und negativ fixiert sind Präventionskonzepte.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Zu fordern ist eine individualisierte Pädagogik, verschiedene Wesensarten oder Charaktereigenschaften sollen zu unterschiedlichen Zielen geführt werden.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Beispiele: jemand, der gern kämpft und will, dass sich ihm Leute unterordnen, können sich zu Beschützern entwickeln oder in ihren Kampfmethoden differenzierter und sozial akzeptabler werden. Jemand, der gern anderen hilft, lernt, wahrzunehmen, ob und wie andere Hilfe benötigen. Querdenker lernen, ihre Gedanken gut an der Realität abzugleichen, ohne ihre eigenständiges Denken aufzugeben. </p> <h2 style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;" class="western"><a class="mozTocH2" name="mozTocId281651" />Zur Typologie</h2> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Selten findet man unvermischte Typen vor. Typologien sind modellhafte Muster, die es möglich machen, sich oder Klienten damit zu vergleichen und herauszufinden: welche Anteile entsprechen welchem Typus. Typologien dienen also dazu, die möglichst anschauliche Beschreibung einer Person, eines Charakters zu ermöglichen. Insofern sind Typologien nicht „wahr“, sondern Abbildungen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Typologien führen zu griffigen Vereinfachungen. Astrologie: Ich bin Stier. Entsprechendes gilt für das hier vorgestellte Enneagramm: Ich bin Vermittlerin, ich bin Boss, ich Statusmensch. Man kann damit gut spielen und forschen.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Wenn man den Antreiber von Personen kennt, versteht man manches besser, als mit Aufteilungen wie „Links“- „Rechts“. Man versteht, dass Hooligans und Ultras, Autonome und Nazis in dieselbe Kategorie gehören, nämlich Typ 8, sie sind gewalttätig, und wie sie ihre Gewalttätigkeit begründen ist ziemlich nebensächlich. Sie sind gewalttätig, weil sie gewalttägig sein wollen, und nicht weil sie für einen Verein oder eine politische Richtung sind.</p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;">Wer sich darüber wundert, dass Frau Merkel sich nicht als Entscheiderin sondern als Vermittlerin versteht, die sich stets an einen Trend anhängt, versteht das besser, wenn man sie als Typ 9 identifiziert hat. </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><br /> <br /> </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><br /> <br /> </p> <p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><br /> <br /> </p> </body> </html>