uwewiest

Warum die Sozialdemokraten abschmieren

... eine einfache psychologische Erklärung

Wähler identifizieren sich mit Parteien, die ihnen nahestehen.

Ein wichtiges Prinzip in der Lern- und Sozialpsychologie ist das Beobachtungslernen, speziell die Identifikation mit beobachteten Menschen.

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Die Sozialdemokraten stehen klassisch für die breiten Massen mit einem geringen Anteil am Gesamtvermögen zur Verfügung.

Wie verhalten sich nun prominente Sozialdemokraten?

Leben sie bescheiden? Ich meine, nicht asketisch, sondern wie ein „Nicht-VIP“?

Engagieren sie sich ehrenamtlich, also ohne Bezahlung? Das Ehrenamt wird doch so hoch gelobt. Sogar mit Bundesverdienstkreuzen.

Tauchen sie im normalen Vereinsleben und anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen auf?

Lassen sie mal von ihrem Sitzfleisch ab und geben anderen, die es womöglich besser können, mal eine Chance? Bonzenhaftes Sitzfleisch wird bei der Ämtervergabe gern euphemistisch umschrieben mit „langjährigen Erfahrungen in der Verantwortung“.

Also: Unterscheiden sozialdemokratische Politiker in ihrem Lebensstil von anderen Parteien?

Die Antwort ist: Nein.

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Herr Schröder ist russisch finanzierter Superreicher

Herr Steinbrück trinkt keinen preiswerten Wein.

Herr Gabriel war im Gespräch als Lobbyist für die Autokonzerne. Jetzt geht es in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank (26.1.2020).

Gern werden gut dotierte Vorträge gehalten. Die Intelligenz steigt anscheinend mit dem Amt und dem Vermögen.

Wie war das noch mit Herrn Blair in Großbritannien?

Die Sozialdemokratischen Politiker sind genau so Raffzähne wie alle prominenten Politiker. Kaum an den Geldtöpfen, wird zugeschlagen. Aufsichtsrat-Mitglieder, Berater, Vortragende, Posten, an die sie nur herankommen, weil sie eine bedeutende politische Funktion innehatten oder haben.

Das nimmt man den Raffzähnen anderer Parteien nicht übel, den Linken und Sozialdemokraten schon. Letztere wollen immer so sein wie die anderen Partei-Karrieristen auch. Sie wollen zu politischen Kaste dazugehören und nicht zu ihrer potentiellen Wähler-Klientel.

Damit schaffen sie eine emotionale Distanz und werden beliebig.

Hallo Sozis, beherzigt das mal, dann werdet ihr auch wieder gewählt. Vielleicht nicht mit 50, aber womöglich mit 25 Prozent.
Versöhnt euch mit der Rolle einer mächtigen Opposition. Das ist ein guter Job.