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(Un-)Gewissheiten  

Wissenschaft ist, wenn sie gut ist, ergebnisoffen und besteht aus dem kontinuierlichen Feilen an Einsichten.
Nur so gibt es Erkenntnisfortschritt.

Statistik und Pandemie

Die Statistik der Pandemie : Das dicke Ende der Häufigkeitsverteilung  Ulf von Rauchhaupt FAZ.NET 2.6.2020

Pandemiestatistik: Begriffe Pamela Dörhöfer fr.de. gefunden am 8.6.2020 (vom 29.4.2020)

Corona im Herbst. Wir können Corona noch stoppen. zeit-online. Matthias F. Schneider. 9.9.2020

Der Mensch kann mit unregelmäßigen oder exponentiellen Verteilungen nicht umgehen.
Daraus entstehen gravierende Fehleinschätzungen der Pandemie-Gefahren. 
Wie gerechtfertigt diese Warnung war, wissen wir jetzt. Am 9.2.2021

Vier Vorerkrankungen sorgen für zwei Drittel schwerer Verläufe.  science orf.at 25.02.21

Ansteckungs-Reduktion durch Austausch über Kontakte.

Meinungsblasen und Forschungsergebnisse.

Tschernobyl-Gen-Schöden werden nicht vererbt. Die Selbsttötungsrate ist seit den Pandemie-Maßnahmen nicht gestiegen.
Zwei Beispiele, dass Forschungsergebnisse nicht in die Öffentlichkeit gelangen, die nicht in Klischees passsen. tagesspiegel-online, Malte Lehming, 3.5.21

Plädoyer für eine "demokratische" Pandemie-App, die mit der Wahrscheinlichkeits-Rechnung arbeitet.  in Telepolis. 28.2.21


Quantitative Methoden, vertiefende Informationen

Einführung in die statistische Methodenlehre. Mathelexikon.at

Quantitative Methoden. Peter Schmidt, Bremen. SoSemester 2010


Kognitive Dissonanz und Ambiguitätstoleranz

Kognitive Dissonanz (Stangl, 2020)

"bezeichnet in der Sozialpsychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass
mehrere Kognitionen – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten – nicht miteinander vereinbar sind.
Diese ursprüngliche Definition wurde inzwischen dahingehend verfeinert, dass kognitive Dissonanz durch die Unvereinbarkeit von Kognitionen
und der Wahrnehmung eigener Handlungen entsteht.


Kognitive Dissonanz ist das emotionale Gegenstück zur Ambiguitätstoleranz.

Ambiguitätstoleranz (Deutschlandfunk Kultur: Zeitfragen)

Das ist das Zulassen von sich anscheinend widersprechenden Wahrnehmungen. Die Welt ist nicht eindeutig.
Man kann Personen manchmal lieben und manchmal hassen. Etwas kann schön und gleichzeitig bedrohlich sein.
Menschen haben Eigenschaften, die einem gefallen oder die abstoßend sind. Beides. Es gibt so gut wie keine reinen Engel oder Teufel.
Eine Alternative, eine Entscheidung, kann gleichzeitig Vor- und Nachteile haben.
Aggressivität kann positiv sein: Selbstdurchsetzung - oder negativ: verletzend.
Ambiguitätstoleranz heißt: mehrere Deutungen und Bewertungen zulassen, Uneindeutigkeiten, Ungewissheiten aushalten.

Geringe Ambiguitätstoleranz, also die Vortäuschung von Eindeutigkeiten, macht das Leben erst einmal leichter -
und führt zu totalitärem Denken. Zu Verschwörungstheorien. "Ich weiß, wie es in Wirklichkeit ist. Ganz einfach."

Das ist so, als wenn alle im Dunklen herumtappen und jemand sagt: ich sehe die Wahrheit, das Licht."
So ist es auch mit Covid-19.
Besser ist: Schritt für Schritt lernen damit umzugehen, Erkenntnisse zusammentragen und modifizieren.
Ambiguitätstoleranz ist der Grundpfeiler einträglichen Zusammenlebens.





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